Bei der Dosierung von Chemikalien zur Behandlung von Stadt- Trinkwasser und Abwasser oder industriell Bei Prozesswasser und Abwasser wird von der Chemikaliendosierpumpe Genauigkeit und reproduzierbare Messungen erwartet. Selbst die modernste Pumpe sollte jedoch bei der Installation kalibriert werden, um die für den Prozess erforderlichen Durchflussraten zu gewährleisten. Die Kalibrierung ist unerlässlich für die Aufrechterhaltung der Prozesseffizienz, die Gewährleistung der Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Es ist wichtig, dass die Bediener verstehen, wann und wie eine Chemikaliendosierpumpe kalibriert wird.
Warum ist die Kalibrierung wichtig?
Kalibrieren chemische Dosierpumpen Sie stellen sicher, dass sie die für einen bestimmten Prozess benötigte Flüssigkeitsmenge genau liefern. Dies ist besonders wichtig in der öffentlichen Wasser- und Abwasseraufbereitung, wo falsche Chemikaliendosierungen zu einer ineffektiven Behandlung, unzureichender Desinfektion oder anderen gefährlichen Zuständen führen können.
Weitere wichtige Gründe für die Kalibrierung von Pumpen sind:

Prozesssteuerung. Eine korrekte Kalibrierung ist für die Prozesssteuerung unerlässlich, insbesondere wenn Rückmeldungen von Sensoren, Analysatoren oder anderen Messungen/Proben nicht in Echtzeit erfolgen. Beim gemeinsamen Einsatz mehrerer Pumpen in einem Prozess ist deren Synchronisierung wichtig. Bei Systemänderungen, wie z. B. Änderungen der Rohrleitungen, der Durchflussanforderungen, Druckschwankungen oder einer Änderung der zu dosierenden Chemikalie, müssen die Bediener sicher sein, dass die neue Dosiermenge korrekt ist.
Risikominderung. Eine richtig kalibrierte Chemikaliendosierpumpe trägt zudem dazu bei, das Risiko einer Überdosierung zu verringern. Neben der Verschwendung teurer Chemikalien kann eine Überdosierung auch zu Sicherheitsrisiken im Werk, Anlagenschäden und Umweltschäden führen. Compliance-Risiken, wie beispielsweise ISO- oder ähnliche Prozessanforderungen, sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften können ebenfalls minimiert werden. Verstöße gegen diese Vorschriften können hohe Geldbußen und andere Strafen nach sich ziehen.
Beheben von Systemproblemen. Probleme mit der Pumpe und dem nachgeschalteten System lassen sich leichter beheben, indem sichergestellt wird, dass die Pumpe ordnungsgemäß funktioniert und die durch vorherige Kalibrierungen und Dokumentationen festgelegten Parameter einhält.
Wann sollten Pumpen kalibriert werden?
Zuallererst sollten alle Pumpen nach der Installation kalibriert werden. Die meisten Hersteller kalibrieren ihre Pumpen zwar vor dem Versand, doch werden diese Pumpen meist mit Wasser kalibriert. Chemikalien wie Natriumhypochlorit, Schwefelsäure, Koagulantien und andere haben sehr unterschiedliche Flüssigkeitseigenschaften. Daher sollte die Dosierpumpe mit der zu dosierenden Chemikalie kalibriert werden.
Eine Kalibrierung sollte auch nach jeder Wartung oder Reparatur durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass sich die Toleranzen nicht verändert haben. Darüber hinaus sollte die Pumpe neu kalibriert werden, wenn ein Prozess die Dosierung viskoser Chemikalien, hohe oder schwankende Saughöhen, hohen oder schwankenden Druck und/oder häufige Änderungen der Durchflussrate erfordert.
So kalibrieren Sie eine Chemikaliendosierpumpe

Die Kalibrierung ist in der Regel schnell erledigt und dauert etwa 10 bis 15 Minuten pro Pumpe. Obwohl Chemikaliendosierpumpen mit Durchflussmessern kalibriert werden können, ist zu beachten, dass auch Messgeräte kalibriert werden müssen und nicht immer 100 % genau sind. Daher wird dringend empfohlen, eine physikalische Entnahme durchzuführen (Abbildung 1). Dabei wird die Chemikalie über einen bestimmten Zeitraum (z. B. mit einer Stoppuhr) in einen Becher oder Kalibrierzylinder gepumpt, um das abgegebene Chemikalienvolumen physikalisch zu messen. Für eine Entnahme ist ein entsprechendes Rohrleitungsstück in der Nähe der Pumpe erforderlich, um entweder aus der Kalibriersäule zu entnehmen oder diese zu füllen.
Darüber hinaus sollte die Pumpe bei verschiedenen Durchflussraten gemessen werden. Dies liegt daran, dass die Durchflussraten nicht immer linear zur Pumpendrehzahl oder Hublänge sind. Faktoren wie Viskosität, Saug- und Druckleitungslänge verursachen Reibung, die den Durchfluss bei steigender Pumpendrehzahl beeinflussen kann. Daher sollte die Pumpe bei hohen, niedrigen und typischen Durchflussbedingungen kalibriert werden. Nach der Kalibrierung der Pumpe sollten alle zugehörigen Daten detailliert protokolliert werden, um bei zukünftigen Kalibrierungen den allgemeinen Betriebszustand der Pumpe zu beurteilen.
Natürlich spielen bei Prozessen, die eine Chemikaliendosierung erfordern, viele Faktoren eine Rolle. Daher sollten Bediener bei der Bewertung von Kalibrierungsergebnissen stets gesunden Menschenverstand walten lassen. Stimmen diese mit den Erwartungen des Bedieners oder den Herstellerangaben überein? Dieser gesunde Menschenverstand hilft bei der Identifizierung von Abweichungen und der Fehlerbehebung im gesamten System.
Die Kalibrierung ist eine grundlegende Voraussetzung für den effektiven und sicheren Betrieb von chemische Dosierpumpen in jeder Anwendung. Die anfängliche und fortlaufende Kalibrierung gewährleistet eine stets genaue Chemikaliendosierung und verhindert so kostspielige Fehler, Umweltschäden und Nichteinhaltung von Vorschriften. Eine proaktive und sorgfältige Kalibrierung ist eine Investition in die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Chemikaliendosiersystems.
Geschrieben von:
Blue-White® Branchen
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